Planung, Aufnahme und Film-Bearbeitung einer Sonnenfinsternis
Nach der Sonnenfinsternis ist vor der Sonnenfinsternis. Wenn man gute Aufnahmen haben will, muss man sich gut vorbereiten. Es gibt nämlich bei einem solchen Ereignis keine zweite Chance!
Teil 1 - Die Daten
Frage eine KI, egal ob ChatGPT, Claude oder eine andere Anwendung nach den Daten. Folgende Informationen sind wichtig:
a) Das genaue Datum und die Uhrzeit des Beginns, des Höhepunkts und des Endes der Sonnenfinsternis
b) Die prozentuale Abdeckung der Sonne durch den Mond für deinen Standort.
c) Himmelsrichtung und Winkel zum Horizont.
d) Wenn du an deinem Standort keinen freien Blick auf die Sonnenfinsternis haben kannst, lasse dir 10 Orte, z.B. im Umkreis von 20km um deinen Standort herum vorschlagen.
e) Sieh dir die Standort-Vorschläge bei GoogleMaps auf eine Eignung an.
f) Wenn du dir nicht 100% sicher bist, fahr hin und schaue dir alles genau an. Mache vielleicht ein paar Fotos. Denke dran, dass du ggfls. für einen Standort eine Genehmigung haben musst. Du kannst nicht einfach auf einen Kirchturm steigen oder auf das oberste Deck einen Parkhauses ohne Erlaubnis!
Teil 2 - Die Ausrüstung
Das Wichtigste überhaupt! Sie brauchen eine geeignete Schutzbrille. Schauen Sie niemals, niemals, niemals ohne Schutzbrille oder mit ungeeigneten Materialien direkt in die Sonne. Eine Sonnenbrille oder sogar Schweißerbrille, geschwärztes Glas usw. sind ungeeignet und können Ihre Augen nicht schützen.
Ich will hier keine Werbung für bestimmte Unternehmen machen. Daher müssen Sie die Beschaffung selber recherchieren. Nur soviel sei gesagt: Es ist nicht so teuer, wie es sich hier anhört :-). Das benötigte Equipment sollte man schon lange vorher erwerben. Das vermeidet Stress kurz vor dem Event, weil Produkte vielleicht schon ausverkauft sind oder sich aus anderen Gründen eine Lieferung verzögert.
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| Typische Schutzbrille zur Sonnenbeobachtung. |
Kaufen Sie solche Brillen nur bei Unternehmen, die sich auf Zubehör für die Himmelsbeobachtung spezialisiert haben oder bei einem Optiker Ihrer Wahl. Achten Sie darauf, dass die Brille nach DIN EN ISO 12312-2 zertifiziert ist. Ich habe einen 5er Pack dieser Brillen für ca. € 15,-- (inkl. Versand) erworben.
So wie Sie Ihre Augen schützen müssen, müssen Sie auch Ihre Kamera schützen. Der CCD-Chip würde die direkte Sonneneinstrahlung nicht lange überleben. Wer viel fotografiert oder filmt wird möglicherweise bereits ND-Filter sein Eigen nennen. Üblich sind für den Normalgebrauch ND-4, ND-10 oder sogar ND-1000. Diese sind leider für die Sonnenbeobachtung ungeeignet. Der Filter muss ein ND-100.000 sein. Auch solche Filter bekommen Sie im Fachhandel. Für diese Kamerafilter gibt es im Grunde keine Norm zur Sonnenbeobachtung. Manche Hersteller bewerben ihre Filter trotzdem mit der DIN EN ISO 12312-2 obwohl diese explizit für den Augenschutz ausgelegt ist.
Solche Filter gibt es in vielen Ausführungen. Mit Gewinde (in etlichen Größen), magnetisch oder mit Schrauben. Schauen Sie sich ihre Kamera genau an und entscheiden Sie dann, was für Sie am besten geeignet ist. Für meine Videokamera habe ich einen ND-100000-Filter mit 55mm Gewinde aus Glas verwendet. Je nach Größe kosten diese Filter zwischen € 25,-- und € 80,--. Der 55mm Filter hat etwa € 28,-- (inkl. Versand) gekostet.
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| ND-100000-Filter mit 55mm Schraubgewinde. |
Für meine 2. Kamera mit Teleobjektiv brauchte ich einen anderen Filter, mit seitlichen Schrauben, da da Tele kein Schraubgewinde hat. Die gibt es ebenfalls in zahlreichen Varianten und Größen. Sie sind etwas teurer als die Glasfilter mit Schraubgewinde. Kosten ca. € 47,-- (inkl. Versand). Die Filter sind etwas empfindlicher als die Glasfilter, da ihr Filter eine Folie ist. Dafür kann man die Folie bei defekt aber kostengünstig austauschen.
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| ND-100000-Filter mit Folie und seitlichen Schrauben. |
Teil 3 - Weitere Vorbereitung - demnächst hier


